für Radiologie und Nuklearmedizin - Dres. med. Heim, Thiel, Kimpel, Göttmann

Mammographie

(zur Vor- und Nachsorge bei Brustkrebserkrankungen)


Prinzip:

Bei der Röntgenuntersuchung der Brust werden sehr weiche Röntgenstrahlen, also mit niedriger Energie, zur Bilderzeugung der Weichteile verwendet.

Vorteile:
Die Mammographie ist die Standardmethode, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. Sie ist neben der Sonographie (und in einzelnen speziellen Indikationen: der Kernspintomographie) das einzige Verfahren, einen Tumor in einem Stadium nachzuweisen, bei dem noch kein Tastbefund besteht und evt. nur sogenannter Mikrokalk nachweisbar ist, sodass auch Vorstufen von bösartigen Veränderungen erkannt werden können.

 

Zu beachten:
Die Strahlendosis ist durch moderne Technik - wie neue Film-Folien-Kombinationen oder die Digitale Mammographie - gegenüber früher wesentlich niedriger. Die gute Kompression der Brust während der kurzen Aufnahme ist für die standardisierte Reproduzierbarkeit der Aufnahmeverhältnisse und zur Dosisreduktion erforderlich, d.h. je dünner das Brustgewebe, umso genauer die Beurteilbarkeit und umso geringer die Dosis. Die dabei in einzelnen Fällen evt. auftretenden unangenehmen Empfindungen sind meist durch Muskelverspannungen hervorgerufen und gehen nicht vom Brustdrüsengewebe aus. Bei Frauen mit noch regelmäßiger Periode wird wegen der hormonellen Aktivität der Untersuchungszeitpunkt in die erste Zyklushäkfte gelegt, also am besten nach Abklingen der Periode.

 

Ergänzende Methoden:
Die Mammasonographie wird zur Früherkennung ergänzend durchgeführt bei dichtem Drüsengewebe und dadurch erschwerter mammografischer Beurteilbarkeit, sowie z.B. bei jungen Frauen unter 30 Jahren ausschließlich. Sonografisch ist die Beurteilung von knotigen Veränderungen möglich, evt. mit zusätzlicher ultraschallgezielter Punktion mit feiner Nadel und Zelluntersuchung.

Früherkennung:
Ein erhöhtes Risiko der Brustkrebsentstehung durch die Röntgendosis oder die Kompression ist aufgrund sehr zahlreicher Verlaufsuntersuchungen nicht zu belegen.

Terminvereinbarung:
Eine Terminvereinbarung sollte so erfolgen, daß bei Frauen im gebärfahigen Alter die Untersuchung in den Zyklusanfang fällt, also am besten nach Abklingen der Periode terminiert wird.