für Radiologie und Nuklearmedizin - Dres. med. Heim, Thiel, Kimpel, Göttmann

Magnetresonanztomographie (MRT/Kernspintomographie)

Kernspintomographische Untersuchungen

Die Kernspin- oder auch Magnetresonanztomographie (kurz MRT, gelegentlich auch NMR für nuclear magnetic resonance) nutzt im Gegensatz zu allen anderen bildgebenden Verfahren die Resonanz der Wasserstoffkerne der unterschiedlichen Gewebe des Körpers auf Stimulation mit Magnetfeldern.

Unterschiedliche Untersuchungsparameter liefern eine Vielzahl von Informationen über die Gewebsarten und gegebenenfalls krankhafte Veränderungen. Die MRT bietet den Vorteil, dass keine ionisierende Strahlung (wie bei Röntgen- und auch CT-Untersuchungen) benötigt wird, gegenüber allen anderen Bildgebenden Verfahren der höchste Weichteilkontrast erzielt wird und jede beliebige Schnittebene durch den Körper möglich ist. Die Untersuchungen des Herzens, der Blutgefäße und auch des Dünn- und Dickdarmes sind nicht-invasiv und damit für den Patienten weitaus angenehmer als solche diagnostische Verfahren, bei denen ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist.

Unsere Praxis verfügt über drei leistungsfähige MR-Tomographen von Siemens Medical® mit 1 Tesla (MRT Harmony) bzw. 1,5 Tesla Magnetfeldstärke (MRT Avanto am Standort Göppingen sowie MRT Symphony am Standort Geislingen an der Helfenstein Klinik). Die MRT-Gefäßdarstellungen sind durch ihre hohe Bildauflösung exzellent; ebenso liefern auch Untersuchungen des Herzens wie auch des Dünn- und Dickdarmes ausgezeichnete Bilder und Informationen.

Mit unserem MRT Avanto ist es außerdem möglich, in einem einzigen Untersuchungsgang Ganzkörperaufnahmen des menschlichen Körpers bis zu einer Körpergröße von 2,05 Metern zu liefern. Daher sind wir in der Lage, im Rahmen von individuellen Vorsorge- bzw. "Screening"-Programmen die Ganzkörper-Kernspintomographie als ein nicht-invasives und daher schonendes Verfahren zur Früherkennung anbieten zu können.
Weitere Informationen zur Ganzkörper-MRT finden Sie hier.

Unsere Kernspintomographen sind an beiden Enden des Geräts offen. Der Untersuchungsraum, in dem sich das Gerät befindet, ist klimatisiert; es wird kontinuierlich Frischluft zugeführt. Untersuchungsraum und Bedienraum des medizinischen Personals sind über eine Sprechanlage miteinander verbunden, sodass die Patienten im Bedarfsfall auch während der Untersuchung mit unserem Personal Kontakt aufnehmen können.

Damit wir beurteilen können, ob bei Ihnen keine Bedenken gegen eine kernspintomographische Untersuchung bestehen, ist es wichtig den Aufklärungsbogen den Sie vor der Untersuchung in unserer Praxis von uns erhalten, vollständig auszufüllen.
Sie können das Aufklärungsformular auch direkt als PDF-Datei herunterladen. Bei Fragen zum Ausfüllen des Aufklärungsbogens hilft Ihnen unser Personal gerne weiter.

Kontrastmittel in der MRT-Diagnostik

Um bestimmte Veränderungen, wie z.B. Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Gelenkerkrankungen oder Tumoren besser beurteilen zu können, kann eine Kontrastmittelgabe erforderlich sein. In sehr seltenen Fällen treten hierdurch leichte Nebenwirkungen, wie etwa Übelkeit auf. Das Kontrastmittel ist nicht radioaktiv und enthält auch kein Jod. Es wird von den Nieren nach der Untersuchung wieder ausgeschieden.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die gängigsten in unserer Praxis durchgeführten MRT-Untersuchungen kurz vor. Der weitaus größte Teil an MRT-Untersuchungen wird im Regelfall als Leistung von den Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) übernommen. Es gibt jedoch einzelne diagnostische Spezialverfahren, die nicht oder nur bei Vorliegen bestimmter Bedingungen als Kassenleistung anerkannt werden. Informationen zu solchen Untersuchungen finden Sie unter dem Abschnitt MRT-Untersuchungen als Vorsorge- und IGeL-Leistungen.

Achtung: Bestimmte Personengruppen dürfen NICHT kernspintomographisch untersucht werden

MRT-Untersuchungen dürfen nicht bei Patienten mit Herzschrittmachern, Gefäßclips im Kopf oder Metallsplittern in empfindlichen Körperregionen (z.B. der Augenhöhle) durchgeführt werden. Auch Schwangere sollten im ersten Schwangerschaftsdrittel nicht kernspintomographisch untersucht werden; in den beiden letzten Schwangerschaftsdritteln und bei Stillenden sollte auf eine intravenöse Kontrastmittelgabe verzichtet werden, sofern eine MRT-Untersuchung erforderlich ist.