für Radiologie und Nuklearmedizin - Dres. med. Heim, Thiel, Kimpel, Göttmann

Brustkrebs-Check

Mit einer Häufigkeit von etwa 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr stellt der Brustkrebs in Deutschland die häufigste bösartige Erkrankung des weiblichen Geschlechts dar. Durch konsequente, fachmännische Vorsorge konnte die Sterblichkeit dieser Erkrankung deutlich gesenkt werden.

Wichtig für die Prognose ist es allerdings, den Krebs frühzeitig zu entdecken, auch um verstümmelnde Operationen möglichst nicht durchführen zu müssen.

Wir sind für Ihre Brustkrebsvorsorge (genau wie für die Tumornachsorge) Ihr kompetenter Partner vor Ort und bieten Ihnen alle Modalitäten der Bildgebung des weiblichen Brustdrüse an. Die Zusammenarbeit mit den umgebenden Krankenhäusern ist eingespielt und routiniert.

 

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Generell wird die bildgebende Vorsorge an der weiblichen Brustdrüse für alle Frauen ab 40 Jahren, spätestens aber nach den Wechseljahren, in zweijähigem Abstand empfohlen.

Gewisse Faktoren können das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöhen, so dass bei erhöhtem Risiko auch eine Vorsorge im Jahresabstand sinnvoll sein kann.

Risikofaktoren sind:

  • Verwandte ersten Grades (Mutter, Schwester, Tochter) mit Brustkrebs

  • Tabakgenuss

  • Übergewicht und erhöhter Fleischkonsum

Wenn bestimmte weitere Faktoren vorliegen, so gehört die Person zur sogenannten Hoch-Risikogruppe.

Diese Faktoren sind:

  • Bestimmte Genvarianten (BRCA 1 oder BRCA 2 - Mutation)

  • Verwandte ersten Grades mit diesen Genvarianten

  • Strahlentherapie im Bereich der Brust zw. 10 und 30 Jahren in der Vorgeschichte wegen anderer Erkrankungen

  • Bestimmte (seltene) genetisch bedingte Syndrome, die mit einem generell erhöhten Krebsrisiko einhergehen (z.B. das sog. "LiFraumeni-Syndrom")

 

Welche Untersuchung wird durchgeführt?

Die Vorsorge erfolgt als Mammografie, also einer Röntgenaufnahme der Brust in spezieller Weichgewebetechnik. Eine sinnvolle und in vielen Fällen unabdingbare Zusatzuntersuchung ist die Sonografie (Ultraschall) der Brustdrüse.

Insbesondere bei dichterem Drüsengewebe liefert diese Untersuchungsmethode, bei der es zu keiner Strahlenbelastung mehr kommt, wertvolle diagnostische Zusatzinformationen.

Eine hochmoderne, sehr empfindliche Methode der Bildgebung der weiblichen Brustdrüse ist die MR-Mammografie, also die Kernspintomografie der Brust. Studien haben gezeigt, dass diese Methode bis zu 50% mehr verdächtige Veränderungen aufdecken kann als Mammografie und Sonografie. Zudem kommt die Methode völlig ohne Röntgenstrahlen aus.

Die American Cancer Society empfiehlt die jährliche Früherkennung mit der MR-Mammografie bei Patienten der Hochrisikogruppe.
Es gibt aber auch noch andere Faktoren, die eine Früherkennung in der MR-Mammografie sinnvoll erscheinen lassen.

Dazu gehören:

  • Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind bzw. waren

  • Frauen mit sehr dichtem Drüsengewebe in der Mammografie.

  • Frauen mit mehreren Brustbiopsien in der Vorgeschichte, bei denen sich bereits präkanzeröse Veränderungen (Krebsvorstufen) gezeigt haben.

  • Frauen mit erstgradig männlichen Verwandten mit Brustkrebs

  • Frauen mit erstgradig weiblichen Verwandten, welche an einseitigem Brustkrebs vor dem 30. Lebensjahr oder an beidseitigem Brustkrebs vor dem 40. Lebensjahr erkrankt sind.

Hinweis zur Kostenübernahme

Die Kosten für Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen werden von den privaten Krankenkassen in der Regel in voller Höhe übernommen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für einige spezielle Vorsorgeuntersuchungen jedoch häufig nicht.

Dennoch ist eine solche Untersuchung im Sinne einer individuellen Gesundheitsvorsorge für den Patienten oft sinnvoll und lohnend. Die im Vorsorgeportal dargestellten Vorsorgeuntersuchungen gehören nicht oder nur beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Krankenkasse die Untersuchungskosten übernimmt, empfiehlt es sich, bei der Krankenkasse vorher eine - möglichst schriftliche - Aussage einzuholen, aus der hervorgeht, ob die Kosten übernommen werden.

Die Untersuchungen dürfen auch durchgeführt werden, wenn die Krankenkasse keine Kostenübernahme zusagt.
In diesem Fall wird die Untersuchung den Patienten privat in Rechnung gestellt, Grundlage hierfür ist die verbindliche Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).