für Radiologie und Nuklearmedizin - Dres. med. Heim, Thiel, Kimpel, Göttmann

Ganzkörper-MRT

Ein Einblick in den gesamten menschlichen Körper

Eine der faszinierendsten Entwicklungen im Bereich der Kernspintomografie der letzten Jahre ist die Ganzkörper-MRT. Durch dieses nicht-invasive und dadurch für Patienten besonders schonende Untersuchungsverfahren ist es möglich, von Kopf bis Fuß einen Einblick in das Innere des gesamten menschlichen Körpers zu erhalten.

Krankhafte Veränderungen, insbesondere Tumoren, sowohl der Muskeln und Knochen als auch der inneren Organe und des Gehirns können so frühzeitig noch vor dem Auftreten erster Symptome entdeckt werden.

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Die Ganzkörper-MRT ist eine nicht-invasive und daher für die Patienten sehr schonende Vorsorgeuntersuchung, die sich insbesondere zur Früherkennung von tumorösen oder entzündlichen Gewebs- bzw. Organveränderungen eignet.

Jeder Mensch, mit seiner individuellen Konstitution und Vorgeschichte, mit seinen verschiedenen belastenden Faktoren, hat ein unterschiedliches Risikoprofil. Individuelle Vorsorge und Früherkennung muß dem Rechnung tragen.

Je nach Vorgeschichte, individuellem Risikoprofil und Vorbefunden stimmen wir die Untersuchung speziell auf Ihre Bedürfnisse ab oder empfehlen Ihnen ggfs. andere Untersuchungsverfahren.

Bewährt hat sich die Ganzkörper-MRT insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Metastasensuche bei bösartigen Erkrankungen

  • Tumorsuche bei unklaren Primärtumoren

  • Diagnose und Früherkennung entzündlicher Veränderungen

  • Tumornachsorge bei bestimmten bösartigen Erkrankungen in der Vorgeschichte

Nicht nur in der Vorsorge hat die Ganzkörper-MRT ihren Stellenwert, auch im Staging von bösartigen Erkrankungen(Ermittlung der Ausdehung und des Befallsmusters bei bösartigen Tumoren mit Metastasen) liegt ein Schwerpunkt dieser Diagnostik. Da die Ganzkörper-MRT nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Kassen gehört, sollten Sie als gesetzlich versicherter Patient vor der Untersuchung die Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse klären.

 

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Um über die gesamte Körperlänge hinweg eine hohe Bildqualität zu gewährleisten, wird der Patient bei der Ganzkörper-MRT in einem Spulensystem eingebettet.

Die Untersuchung dauert bis zu einer Stunde. In der Regel ist es nicht erforderlich, ein Kontrastmittel zu verabreichen.

 

Ganzkörper-Gefäßdarstellung

Es ist nun auch möglich, eine Ganzkörperangiografie durchzuführen. Hierbei werden die großen Arteriellen Blutgefäße des gesamten Körpers dargestellt. Für diese untersuchung ist die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich.

Sinnvoll ist dies, wenn Gefäßrisiken vorliegen.

Weitere Informationen finden Sie auch im Bereich

Hinweis zur Kostenübernahme

Die Kosten für Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen werden von den privaten Krankenkassen in der Regel in voller Höhe übernommen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für einige spezielle Vorsorgeuntersuchungen jedoch häufig nicht.

Dennoch ist eine solche Untersuchung im Sinne einer individuellen Gesundheitsvorsorge für den Patienten oft sinnvoll und lohnend. Die im Vorsorgeportal dargestellten Vorsorgeuntersuchungen gehören nicht oder nur beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Krankenkasse die Untersuchungskosten übernimmt, empfiehlt es sich, bei der Krankenkasse vorher eine - möglichst schriftliche - Aussage einzuholen, aus der hervorgeht, ob die Kosten übernommen werden.

Die Untersuchungen dürfen auch durchgeführt werden, wenn die Krankenkasse keine Kostenübernahme zusagt.
In diesem Fall wird die Untersuchung den Patienten privat in Rechnung gestellt, Grundlage hierfür ist die verbindliche Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).