für Radiologie und Nuklearmedizin - Dres. med. Heim, Thiel, Kimpel, Göttmann

Gefäß-Check

Die Versorgung unserer Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen erfolgt über die Blutgefäße. Mit zunehmendem Alter können Ablagerungen an den Gefäßwänden die Durchgängigkeit der Gefäße verringern oder sie gar ganz "verstopfen". Je nach betroffenem Versorgungsgebiet treten dann unterschiedliche Symptome auf. In diesem Zusammenhang zu nennen sind z.B. die arterielle Verschlußkrankheit (AVK, "Schaufensterkrankheit") oder der Schlaganfall. Ein weiteres Krankheitsbild ist das Bauchaortenaneurysma, also die sackartige Erweiterung der Bauchschlagader mit dem Risiko der plötzlichen lebensbedrohlichen Blutung.

Mit der Kernspintomografie steht heutzutage ein Verfahren zur Verfügung, mit dem ohne jegliche Strahlenbelastung die Blutgefäße des Körpers dargestellt und beurteilt werden können.

So lassen sich frühzeitig Engstellen ("Stenosen") und Wandunregelmäßigkeiten der Gefäße sowie drohende Gefäßverschlüsse oder auch -aussackungen ("Aneurysmen") feststellen.

 

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Verschiedene Risikofaktoren sind bei der Entstehung von Gefäßerkrankungen bekannt. Je mehr Faktoren zusammentreffen, um so gefährdeter ist der Betroffene.

Zur Risikogruppe gehören insbesondere folgende Personen:

  • Raucher, insbesondere jüngere Frauen, die gleichzeitig die Antibaby-Pille einnehmen

  • Männer ab dem 40. Lebensjahr

  • Frauen ab dem 50. Lebensjahr bzw. nach den Wechseljahren

  • Personen mit hohem Blutdruck

  • Zuckerkranke

  • Patienten mit erhöhten Blutfetten (insbesondere Cholesterin)

  • Menschen mit familiärer Vorbelastung

 

Welche Untersuchung wird durchgeführt?

Die Vorsorge erfolgt in der Regel als Kernspintomografie mit Angiografie (Gefäßdarstellung), so dass die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich sein wird. Sie sind bei der Untersuchung keinerlei Strahlenbelastung ausgesetzt.
Weitere Informationen zur Kernspintomografie erfahren Sie hier.

Eine spezielle Vorbereitung wird für die Untersuchung nicht benötigt, die Untersuchung selbst dauert etwa 20 Minuten.

Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Informationen zum Thema:

Falls eine Kernspintomografie bei Ihnen nicht möglich ist (z.B. wegen eines Herzschrittmachers), kann auch alternativ eine Computertomografie mit Angiografie durchgeführt werden. Diese Untersuchung ist zwar schneller durchzuführen, jedoch nicht ohne Strahlenbelastung möglich.

 

Können nur bestimmte Gefäßabschnitte untersucht werden?

Früher war es nur möglich, in einem Untersuchungsgang einen bestimmten Gefäßabschnitt zu untersuchen (z.B. Becken/Bein-Gefäße oder Bauchgefäße oder Halsgefäße).

Mit der faszinierenden Methode der Ganzkörper-MRT können nun in einer Untersuchung die großen Gefäße des gesamten Körpers abgebildet werden.

Über die weiteren Möglichkeiten der Ganzkörper-MRT informieren wir Sie hier:

Hinweis zur Kostenübernahme

Die Kosten für Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen werden von den privaten Krankenkassen in der Regel in voller Höhe übernommen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für einige spezielle Vorsorgeuntersuchungen jedoch häufig nicht.

Dennoch ist eine solche Untersuchung im Sinne einer individuellen Gesundheitsvorsorge für den Patienten oft sinnvoll und lohnend. Die im Vorsorgeportal dargestellten Vorsorgeuntersuchungen gehören nicht oder nur beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Krankenkasse die Untersuchungskosten übernimmt, empfiehlt es sich, bei der Krankenkasse vorher eine - möglichst schriftliche - Aussage einzuholen, aus der hervorgeht, ob die Kosten übernommen werden.

Die Untersuchungen dürfen auch durchgeführt werden, wenn die Krankenkasse keine Kostenübernahme zusagt.
In diesem Fall wird die Untersuchung den Patienten privat in Rechnung gestellt, Grundlage hierfür ist die verbindliche Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).