für Radiologie und Nuklearmedizin - Dres. med. Heim, Thiel, Kimpel, Göttmann

Schlaganfall-Risikoscreening

Der Schlaganfall ist (nach Herz-Kreislauferkrankungen und Krebserkrankungen) in Deutschland die dritthäufigste Todesursache. Nicht immer verläuft ein Schlaganfall tödlich, oft müssen die Betroffenen jedoch mit mehr oder weniger einschränkenden Funktionsausfällen des Gehirnes nach einem Schlaganfall rechnen. Pro Jahr sind in Deutschland etwa 200.000 Patienten betroffen.

Dem Schlaganfall (daher auch der Name) gehen häufig keinerlei Symptome voraus, die ein solches Ereignis ankündigen würden. Gerade dies macht die Vorsorge so wichtig, insbesondere wenn Risiken vorliegen.

Mit der Kernspintomografie steht heutzutage ein Verfahren zur Verfügung, mit dem ohne jegliche Strahlenbelastung die hirnversorgenden Halsgefäße und die Arterien des Gehirns sowie die Struktur des Hirns selbst dargestellt und beurteilt werden können.

So lassen sich frühzeitig sowohl Engstellen ("Stenosen") und Wandunregelmäßigkeiten der Gefäße sowie auch erste Zeichen der Minderdurchblutung des Gehirns feststellen.

 

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Das Risiko, irgendwann einmal einen Schlaganfall zu erleiden, wird durch verschiedene Faktoren erhöht. Je mehr Faktoren zusammentreffen, um so gefährdeter ist der Betroffene.

Risikofaktoren sind:

  • Tabakkonsum

  • Übergewicht

  • erhöhter Blutdruck

  • Zuckerkrankheit

  • erhöhte Blutfette (insbesondere Cholesterin)

  • erbliche Vorbelastung

 

Welche Untersuchung wird durchgeführt?

Die Vorsorge erfolgt als Kernspintomografie mit Angiografie (Gefäßdarstellung) der Hals- und Hirngefäße. Sie sind also keinerlei Strahlenbelastung ausgesetzt.
Weitere Informationen zur Kernspintomografie erfahren Sie hier.

Eine spezielle Vorbereitung wird für die Untersuchung nicht benötigt, die Untersuchung selbst dauert etwa 20 Minuten.

Hinweis zur Kostenübernahme

Die Kosten für Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen werden von den privaten Krankenkassen in der Regel in voller Höhe übernommen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für einige spezielle Vorsorgeuntersuchungen jedoch häufig nicht.

Dennoch ist eine solche Untersuchung im Sinne einer individuellen Gesundheitsvorsorge für den Patienten oft sinnvoll und lohnend. Die im Vorsorgeportal dargestellten Vorsorgeuntersuchungen gehören nicht oder nur beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Krankenkasse die Untersuchungskosten übernimmt, empfiehlt es sich, bei der Krankenkasse vorher eine - möglichst schriftliche - Aussage einzuholen, aus der hervorgeht, ob die Kosten übernommen werden.

Die Untersuchungen dürfen auch durchgeführt werden, wenn die Krankenkasse keine Kostenübernahme zusagt.
In diesem Fall wird die Untersuchung den Patienten privat in Rechnung gestellt, Grundlage hierfür ist die verbindliche Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).