für Radiologie und Nuklearmedizin - Dres. med. Heim, Thiel, Kimpel, Göttmann

Raucher-Check

Der Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen, oft mit tödlichem Ausgang. Einer der größten Risikofaktoren für die Entwicklung einer besonders aggressiven Form dieses Tumors, des sog. kleinzelligen Lungenkrebses, ist der Tabakgenuß.

Oftmals ist die Heilung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung nicht mehr möglich. Die Ursache liegt darin, dass Frühwarnsymptome fehlen: In frühen Stadien der Lungenkrebsentwicklung ist der Patient häufig symptomlos. Treten die ersten Symptome auf, ist eine Heilung oft nicht mehr in Aussicht.

Umso wichtiger ist die Vorsorge für gefährdete Personen, also insbesondere Raucher. Da die Aussicht auf Heilung in frühen Stadien wesentlich besser ist, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zu empfehlen. Die herkömmliche Röntgenaufnahme der Lunge ist hierfür allerdings nicht ausreichend.

Transversale und koronare Rekonstruktionen eines Thorax-MRT. Das Lungenkarzinom im linken Lungenflügel ist gut zu erkennen.

In einem der weltweit größten Programme zum Screening mittels CT, dem ELCAP (Early Lung Cancer Action Program) wurden bei (symptomlosen!) Risiko-Patienten im Mittel 0,7 bis 1 Bronchialkarzinome pro 100 Untersuchungen gefunden. Etwa 80 Prozent der gefundenen Karzinome waren im Stadium I und damit prognostisch günstig.

 

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Patienten mit erhöhten Lungenkrebsrisiko sollten regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Dies betrifft insbesondere Raucher, die älter sind als 40 Jahre.

 

Welche Untersuchung wird durchgeführt?

Die Vorsorge erfolgt als "Low-Dose-CT", also als Niedrig-Dosis-Computertomografie. Die Reduktion der Strahlenbelastung (weitere Informationen zum Thema Strahlenbelastung finden Sie hier) wird durch die Verwendung einer speziellen Software (CareDose®) nochmals verbessert. Eine Kontrastmittelgabe ist nicht erforderlich.

Eine spezielle Vorbereitung wird für die Untersuchung nicht benötigt, die reine Untersuchungszeit beträgt nur ca. 20-30 Sekunden, mit Vor- und Nachbereitung insgesamt etwa 15 Minuten. 

 

Welche Vorsorgemaßnahmen sind für Raucher noch sinnvoll?

Die Lunge ist nicht das einzige Organ, welches durch Tabakrauch massiv geschädigt werden kann. Mit dem Tabakgenuss steigt auch das Risiko von Herz- und Gefäßerkrankungen: Durchblutungsstörungen, Gefäßverschlüsse, Herzinfarkte und Schlaganfälle können die Folge sein, insbesondere, wenn weitere Risikofaktoren (wie. z.B. Übergewicht, erhöhte Cholesterinwerte, familiäre Belastung) vorliegen.

Auch hierfür bieten wir spezielle Vorsorgemaßnahmen an:

  • Einschätzung des Schlaganfallrisikos

  • Gefäß-Check

Hinweis zur Kostenübernahme

Die Kosten für Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen werden von den privaten Krankenkassen in der Regel in voller Höhe übernommen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für einige spezielle Vorsorgeuntersuchungen jedoch häufig nicht.

Dennoch ist eine solche Untersuchung im Sinne einer individuellen Gesundheitsvorsorge für den Patienten oft sinnvoll und lohnend. Die im Vorsorgeportal dargestellten Vorsorgeuntersuchungen gehören nicht oder nur beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Krankenkasse die Untersuchungskosten übernimmt, empfiehlt es sich, bei der Krankenkasse vorher eine - möglichst schriftliche - Aussage einzuholen, aus der hervorgeht, ob die Kosten übernommen werden.

Die Untersuchungen dürfen auch durchgeführt werden, wenn die Krankenkasse keine Kostenübernahme zusagt.
In diesem Fall wird die Untersuchung den Patienten privat in Rechnung gestellt, Grundlage hierfür ist die verbindliche Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).